Westfälische Rundschau
 

Auf der Sauerlandlinie herrschte "das absolute Chaos"
 

19.01.2007

Siegerland Sonderschichten mussten gestern die Beamten der Freudenberger Autobahnpolizei einlegen. "Hier herrscht das absolute Chaos", erklärte ein Sprecher, nachdem die gesamte Sauerlandlinie von Hagen bis zur Landesgrenze phasenweise dicht war. Bereits am frühen Nachmittag hatte "Kyrill" vor allem das südliche Siegerland heimgesucht. Hier wurde der erste Meldekopf, mit dem die Einsätze vor Ort besser koordiniert werden sollten, eingerichtet. Alle Einheiten bis auf die Löschgruppen aus Gilsbach, Lippe und Oberdresselndorf waren in Bereitschaft.

Förster Elmar Wulf war einer der ersten, der hier anrief und wegen umgestürzter Bäume die Sperrung der Kreisstraße zure Lippe (Gambach) anregte. Bereits am Vormittag mussten die Feuerwehren ausrücken, weil in Wahlbach das Vereinshaus der Evangelischen Gemeinschaft 20 Zentimeter unter Wasser stand. Später wurden auch Teile des Wahlbacher Sägewerkes von der Heller überflutet.

Helfen mussten die Burbacher mit ihrer Drehleiter auch am DRK-Altenheim Salchendorf. Hier hatte "Kyrill" auf einer Länge von 15 Metern ein Vordach hochgehoben und wieder abgesetzt. Die Florianer sicherten das Dach mit Sandsäcken. Dachdecker waren anschließend mehrere Stunden mit der Neueindeckung beschäftigt.

Im Laufe des Nachmittags musste auch in Wilnsdorf ein Meldekopf eingerichtet werden, da ein Bereich der Wildener Firma Schuler im Wasser des über die Ufer getretenen Wildebaches zu versinken drohte. Sandsäcke musste die Feuerwehr auch bei der Firma Rudi Klein füllen.

Im Freien Grund war Wiederstein ein Schwerpunkt. Hier wurden die Einsätze im Meldekopf von Gemeindebrandinspektor Udo Ringer koordiniert. Gegen Mittag hieß es "Land unter" in der Talstraße. Fahrradweg und Fahrbahn standen unter Wasser, ebenso die Zeppenfelder Sparkasse. Hochwasser-Einsätze hatten die Wehren zudem in einer Gaststätte in der Kölner Straße und bei der Volksbank-Zentrale. Sandsäcke wurden zur Sicherung des Hagebaumarktes in Zeppenfeld von Altenseelbacher Wehrleuten gefüllt.